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. Veränderungen der Brust
Es gibt Veränderungen in der Brust, die grundsätzlich ungefährlich sind. Wir haben hier nicht alle Veränderungen wie z.B. Zysten, Miome oder ähnliches aufgeführt, sondern nur die, bei denen Mediziner davon ausgehen, dass sie unter bestimmten Umständen Krebs hervorrufen. Diese Veränderungen gehören daher ebenfalls zu den Risikofaktoren.

Mastopathie
Diese Form der Gewebeveränderung trifft nahezu alle Frauen, vor allem Jüngere. Im Drüsengewebe der Brust bilden sich gutartige Veränderungen. Teilweise sind diese sehr schmerzhaft, weil die Brust durch die vermehrte Bindegewebsbildung härter und knotig wird. Diese Unregelmäßigkeit wird durch weibliche Hormone (Östrogene) beeinflusst und tritt daher häufig kurz vor der Menstruation auf.

Frauen, die nach der Menopause Hormone einnehmen, kennen das spannende Gefühl in der Brust ebenfalls oft.

Nur eine bestimmte Form, die so genannte "atypisch proliferierende" Form stellt ein etwa 2-3 mal höheres Erkrankungsrisiko für Brustkrebs dar. Das bedeutet nicht, dass die atypisch proliferierende Mastopathie automatisch eine Vorstufe zum Krebs ist. Es hat sich nur herausgestellt, dass die Zellen bei dieser Form der Mastopathie häufiger als normale Zellen zu einer bösartigen Weiterentwicklung neigen. Die Diagnose kann nur durch Gewebeentnahme gestellt werden. Weil diese Form der Mastopathie aber nur sehr selten vorkommt, wird die Gewebeprobe nur bei erhöhtem Verdacht einer Krebserkrankung durchgeführt.

! Sie sollten daher lernen, Ihre Beschwerden richtig einzuordnen. Dafür sollten Sie Sich regelmäßig selbst untersuchen. Solange sie knotige symmetrische Bereiche in beiden Brüsten ertasten, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine harmlose normale Mastopathie vor.

Es ist wichtig, dass Sie die Form der Knoten gut kennen lernen, um eventuelle Veränderungen zu bemerken. Dafür empfiehlt es sich ein Schmerz- oder Beschwerdetagebuch zu führen. Dieses hilft Ihnen dann auch beim Arzt detaillierte Angaben zu machen.

Nehmen Sie die regelmäßigen Früherkennungsuntersuchungen beim Arzt wahr.

Ergänzend verschaffen Ultraschalluntersuchungen Klarheit, ob es sich um eine abnormale Mastopathie handelt. Mammographien sind bei Mastopathien nicht empfehlenswert, weil der Arzt wegen der vielen Knoten meist nur eine weiße Fläche erkennt.

Mikrokalk
Wie die Mastopathie sind Kalkablagerungen an sich nicht schlimm. In wenigen Fällen können sie jedoch einen Hinweis auf Krebsvorstufen geben. Behandelt man diese Vorstufen nicht, kann richtiger Krebs daraus werden.

Kalk können Sie nicht ertasten. Auch Sonographie oder Kernspintomographie macht keinen Sinn. Nur eine Mammographie findet die Kalkpartikel. In den meisten Fällen kann der Arzt die Ablagerungen nur mit einer Lupe sehen. Die meisten Verkalkungen sind völlig harmlos und können bleiben, einzig die kleinen in Gruppen liegenden Verkalkungen unterschiedlicher Größe sind problematisch.

! Sollte ein solcher Mikrokalkbefund bei Ihnen vorliegen, ist eine Zweitmeinung durch einen erfahrenen Radiologen empfehlenswert. Oft bringen Vergrößerungs-aufnahmen zusätzliche Informationen.
Grundsätzlich muss verdächtiger Kalk in einer Operation entfernt werden. Es ist sehr wichtig, dass während der Operation per Röntgenbild kontrolliert wird, ob alle Ablagerungen vollständig entfernt wurden. Einzige Alternative zur Operation sind verschiedene spezielle Biopsieverfahren (stereotaktisches Biopsieverfahren; Stanzbiopsie). Die Apparatur dafür haben bisher leider nur wenige Ärzte.
! Die Entscheidung, ob der Kalk entfernt wird oder nicht, ist in jedem Bundesland für sich geregelt. In manchen Bundesländern wird jede Kalkablagerung sofort operiert, um ein eventuelles Risiko auszuschließen.
Sollten Sie in einem solchen Bundesland leben, heißt es also nicht automatisch, dass Ihre Kalkablagerung bedrohlich ist - nur weil Ihr Arzt eine Operation vorschlägt.
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