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Ölivenöl senkt möglicherweise Brustkrebsrisiko |
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Die ungesättigten Fettsäuren in Olivenöl verringern das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Schon lange wird vermutet, dass die in dem Nahrungsmittel enthaltenen Fettsäuren eine präventive Wirkung gegen Krebs haben. In der Online-Ausgabe des „Annals of Oncology“ berichten Wissenschaftler aus den USA und Spanien, dass die Aktivität des krebserregenden Onkogens Her-2/neu durch die Ölsäure (auch Oleinsäure genannt) um fast die Hälfte gesenkt werde. Onkogene sind bei der Umwandlung einer Körperzelle in eine Tumorzelle aktiv. Das Gen Her-2/neu lässt sich bei 20 Prozent aller Brustkrebspatientinnen nachweisen und wird -durch sein aggressives Tumorwachstum- mit einer geringeren Überlebenschance in Verbindung gebracht. In einer Reihe von In-vitro-Experimenten, bei denen Ölsäure im Reagenzglas zu Brustkrebszellen gegeben wurde, haben Forscher der Universität Gerona in Katalonien und der Feinberg School of Medicine in Chicago herausgefunden, dass Olivenöl die Aktivität des Onkogens Her-2/neu um bis zu 46 Prozent hemmt. Darüber hinaus erhöht Olsäure die Wirksamkeit von Herceptin, einem Krebsmedikament, das ebenfalls das Gen Her-2/neu attackiert und vielen Krebspatientinnen zu einer deutlich verlängerten Lebenserwartung verhilft.
Die Wissenschaftler folgerten daraus, dass eine Kombination beider Mittel die Wirkung möglicherweise noch verstärkt. Und tatsächlich führte die Gabe von Olivenöl plus Herceptin zu einer Reduzierung der Her-2/neu-Zellen um bis zu 70 Prozent.
Da es sich bislang lediglich um Ergebnisse aus dem Reagenzglas handelt, muss die Studie zunächst zurückhaltend bewertet werden, da noch nicht erwiesen ist, ob sich die Ergebnisse auf den Menschen übertragen lassen. Die Untersuchungen stützen jedoch epidemiologische Studien, die die präventive Wirkung einer mediterranen Diät zeigten.
Quellen: Spiegel online, Deutsches Ärzteblatt
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