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. Wohlbefinden
Es ist jetzt sehr wichtig, dass Sie ein allgemeines inneres Gleichgewicht herstellen.
Sprüche wie „Das Leben ist kurz, man sollte es genießen“ oder „Jeder Tag, an dem man nicht gelacht hat, ist ein verlorener Tag“ mögen Menschen, die eine lange Krankheitsphase hinter sich haben oder vielleicht sogar noch mitten drin stecken, wie Hohn und banal vorkommen.
Dennoch steckt in jeder dieser Lebensweisheiten ein Körnchen Wahrheit. Kein Mensch stellt in Frage, dass eine lebensbedrohliche Erkrankung wohl eine der härtesten Prüfung für alle Beteiligten ist. Dennoch spielt gerade bei so einer schweren Zeit die innere Einstellung dazu eine entscheidende Rolle. Nach der harten Zeit der Ungewissheit, der Behandlung, der Angst und vielleicht auch der Schmerzen, sollte die Phase danach besonders intensiv genossen und erlebt werden. Sicher sollte das ein genereller Lebensgrundsatz eines jeden Menschens sein. Manchmal bedarf es jedoch eines einschneidenden Erlebnisses, sich dieser Lebensmaxime zu erinnern. So unglaublich es auch klingen mag: Wer es schafft, die belastende Zeit der Krebserkrankung positiv anzugehen, der hat eine Chance, seinem Leben ganz neue Impulse zu geben.
Durch die Erkrankung ist jede Frau gezwungen, sich in verstärktem Maße mit sich selbst auseinander zu setzen. Auch wenn viele genau das anfangs als Belastung empfinden, können ganz neue Kraftquellen daraus erwachsen. Neue Hobbies und Interessen können jetzt entstehen. Wer schon immer mit dem Malen anfangen wollte, hat jetzt die Zeit dazu. Viele Künstler haben sich mit dem Thema Brustkrebs beschäftigt. Es gibt interessante Ausstellungen dazu.
! Nehmen Sie Sich einen Moment der Ruhe und überlegen Sie, was Ihnen wirklich Spaß macht.
Tun Sie es einfach! Leben Sie jeden Moment bewusst; nicht, weil es Ihr Letzter sein könnte, sondern weil Sie es in der Hand haben, ob Sie glücklich oder betroffen durchs Leben gehen.
Ebenfalls sehr wertvoll, um die innere Ruhe zu finden, können Yoga, Autogenes Training oder Meditation sein.

Medikamente
Oftmals haben Krebspatientinnen während oder nach der Behandlung Begleiterscheinungen wie Schmerzen oder Schlafstörungen. In all diesen Fällen kann der Arzt weiterhelfen.
Jede Patientin sollte für sich entscheiden, welche Menge an Medikamenten wirklich sein muss und dabei genau auf ihren Körper hören. Schmerzt beispielsweise der Arm der operierten Seite bei Belastung, sollte sie versuchen, den Belastungsherd zu vermeiden, statt sich mit Schmerzmitteln weiterzuhelfen. Auch hier spielt das Umfeld eine wichtige Rolle.
Binden Sie Ihre Familie ein, verteilen Sie Aufgaben. Nicht jede Einkaufstasche müssen Sie selber tragen und die Fenster kann auch jemand anders putzen. Meistens ist jedes Familienmitglied dankbar, durch so konkrete Hilfestellungen seinen Beitrag zu leisten und Sie unterstützen zu können.

Alternativmedizin
Über die erprobten und bewiesenen Behandlungsmethoden wie Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung gibt es zahlreiche Medikamente und Methoden, deren Wirksamkeit nicht wissenschaftlich nachweisbar ist. Den meisten wird nachgesagt, dass sie die körpereigene Abwehr, das Immunsystem, stärken und gegen Krebszellen aktivieren sollen. Bei einigen Präparaten weiß man, dass sie auf das Immunsystem einwirken. Ob sich aber tatsächlich ein Einfluss auf eine Krebserkrankung nachweisen lässt, ist absolut unklar. Auch unerwünschte Wirkungen sind nicht auszuschließen.

Am Verbreitetsten sind Zubereitungen aus der Mistel und aus tierischen Organen, oft aus der Thymusdrüse. Einige Ärzte haben damit gute Erfahrungen gemacht. Allerdings nicht bei der Heilung von Krebs, sondern vielmehr bei der Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens. Es kann aber bis heute nicht nachgewiesen werden, ob der verbesserte Allgemeinzustand an dem Mistelpräparat oder dem Glauben daran (Placeboeffekt) lag. Denn das eine positive Einstellung und der feste Glaube an eine Sache den Allgemeinzustand unterstützen kann, das gilt als erwiesen!

Grundsätzlich sollte ein Alternativpräparat nie anstelle einer klassisch medizinisch-wissenschaftlichen Therapie genommen werden, sondern wenn überhaupt ergänzend und unterstützend. Informieren Sie sich bei Ihrem Krankenversicherer über eine mögliche Kostenübernahme der unkonventionellen Therapie!
Die Krankenkassen übernehmen diese Alternativ- oder biologischen Präparate in der Regel nicht. Das sollte der Patientin bewusst sein.

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