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. Tipps für den Umgang mit den Nebenwirkungen der Chemotherapie: -
Haarverlust
Die bei der Chemotherapie verabreichten Medikamente schädigen häufig auch Gewebe, das sich oft erneuert. Dazu gehören unter anderem die Zellen der Haarwurzeln. Als Folge davon können bei bestimmten Arten der Chemotherapie die Haare zunächst ausdünnen, teilweise ganz ausfallen. Ein kleiner Trost für alle, die ihre Haare verloren haben: Nach Abschluss der Behandlung wachsen sie im Regelfall wieder nach.
Wenn Sie während dieser Zeit nicht so aus dem Haus gehen möchten, kaufen Sie sich eine Perücke, die Ihnen gefällt. Am besten kaufen Sie diese schon, bevor Sie alle Haare verloren haben, und tragen sie auch, dann fällt Außenstehenden der Unterschied kaum auf. Gute Perücken sind teuer. Setzen Sie sich wegen der Kosten dafür mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung. Als Alternative zum künstlichen Haar können Sie auch auf eine Mütze oder ein Tuch zurückgreifen, Wichtig ist, dass Sie sich damit wohl fühlen.
 
Übelkeit und Brechreiz
Reizerscheinungen an der Magenschleimhaut können Übelkeit und Erbrechen auslösen. Wirksame Hilfe ist hier in Form von Medikamenten möglich, die sowohl die Übelkeit als auch den Brechreiz unterdrücken. Die Gabe dieser helfenden Medikamente erfolgt sowohl in die Infusion bei der Chemotherapie als auch in Form von Tabletten.

Appetitlosigkeit
Als Folge des Brechreizes kann Appetitlosigkeit auftreten. Die folgenden Tipps können daher hilfreich sein:
Verzichten Sie während der Mahlzeit auf Getränke, damit sich der Magen nicht zu sehr füllt.
Nehmen Sie über den Tag verteilt häufig kleinere Mahlzeiten zu sich: So wird der Magen weniger belastet.
Essen Sie langsam: So gelangt nur wenig Nahrung auf einmal in den Magen.
Kauen Sie gut, damit die Nahrung besser verdaut wird.
Vermeiden Sie Süßigkeiten und gebackene oder fette Nahrungsmittel.
Bevor Sie Medikamente einnehmen, essen Sie nur leichte Nahrungsmittel wie Suppe oder Kekse.
Trockene Lebensmittel wie Toast oder Zwieback beruhigen den Magen.
Manche Patientinnen entwickeln während der Chemotherapie eine Abneigung gegen Fleisch oder sie haben das Gefühl, das Fleisch schmecke bitter. Hier hilft es, wenn man das Fleisch mit einer Sojasauce in Fruchtsaft oder Wein zubereitet

Schleimhautentzündungen
Chemotherapeutika beeinträchtigen manchmal die Mundschleimhäute. Dadurch kann es zu Mundtrockenheit, wunden Stellen oder Geschwüren kommen. Eine sorgfältige Mundhygiene ist daher besonders wichtig. Es empfiehlt sich eine weiche Zahnbürste. Die Zahnpasta sollte fluoridreich sein, um Zahnfäule zu vermeiden. Mundwasser, das zu viel Salz oder Alkohol enthält, sollte nicht verwendet werden. Statt dessen gibt es spezielle Mundspüllösungen oder sogar schmerzlindernde Medikamente. Setzen Sie sich mit Ihrem Zahnarzt in Verbindung. Ungewürzten Nahrungsmittel, gehackte Eiern oder Haferflocken erleichtert Ihnen das Essen bei bereits gereizter Schleimhaut.

Infektionen
Die Chemotherapie senkt die Produktion der weißen Blutkörperchen. Daher sollten Sie sich vor Infektionen schützen, indem Sie Menschenmengen und Personen mit ansteckenden Krankheiten wie Windpocken meiden.
Sollten Sie länger als zwei Tage Fieber und Schüttelfrost haben, kontaktieren Sie bitte Ihren Arzt.

Knochenmark
Besonders empfindlich reagiert das blutbildende Knochenmark auf die Chemotherapie. Deshalb kann die Auswirkung dieser Behandlung an der Zahl der weißen Blutkörperchen im Blut gemessen werden. Sinken sie unter ein Minimum ab, so ist die Behandlung zu unterbrechen, bis der Körper wieder ausreichend weiße Blutzellen gebildet hat.

Blutungen
Durch die Chemotherapie wird die Produktion von Blutplättchen (Thrombozyten), die bei Verletzungen für die Blutgerinnung sorgen, gesenkt. Blutende Wunden heilen schlechter und können so gefährlich werden.

Daher sollten Sie
- vorsichtig Ihre Nägel schneiden
- Wattetupfer statt Bürste zum Reinigen der Zähne benutzen, falls das Zahnfleisch blutet.
- verletzungsträchtige Sportarten vermeiden
- bei der Gartenarbeit Handschuhe tragen, um sich vor Dornen und ähnlichem zu schützen
- keine Aspirin oder ähnliches nehmen, da dieses Medikament ebenfalls die
  Blutgerinnung unterdrückt (Fragen Sie Ihren Arzt nach Alternativen)
- auf Alkohol verzichten, unterdrückt ebenfalls die Blutgerinnung, außerdem neigt man unter
  Alkoholeinfluss zu weniger Achtsamkeit und stößt sich schneller
- bei allen Medikamenten, die Sie einnehmen wollen, Ihren Arzt befragen.

Falls Sie sich verletzen, drücken Sie mit einem sauberen Tuch die Wunde zu. Sollte die Blutung nicht stoppen oder die Wunde anschwellen, suchen Sie bitte umgehend Ihren Arzt auf.

Spätfolgen
Bisher ist wissenschaftlich nicht bewiesen, ob und in welchem Umfang eine Chemotherapie Spätfolgen nach sich zieht. Geforscht wird vor allem, ob durch die Chemotherapie Zweiterkrankungen wie Schäden an der Lunge oder am Herzmuskel auftreten.

 

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