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Hat sich herausgestellt, dass ein Krebstumor vorliegt, gibt es noch eine Anzahl weiterer Untersuchungen. Diese dienen dazu, den Tumor näher zu charakterisieren.

Suche nach Oberflächenrezeptoren
Das in der Biopsie entnommene Gewebe wird beispielsweise untersucht, ob die Krebszellen bestimmte Oberflächenmerkmale (Hormonrezeptoren) tragen. Dies ist wichtig für die weitere Therapie.
Denn die Rezeptoren der Krebszelle nehmen vom Körper gebildete Geschlechtshormone wie Östrogen oder Progesteron wie eine Empfangsstation auf (Schlüssel-Schloss-Prinzip). Diese Hormone begünstigen jedoch das Krebszellwachstum, daher muss bei einer ergänzenden Therapiewahl (adjuvante Therapie) nach der Operation berücksichtigt werden, ob und wie viele Rezeptoren die Zellen besitzen.
! Hinweis für die spätere Behandlung: Mit bestimmten Medikamenten können diese Rezeptoren dann bei einer Patientin nach einer Operation blockiert werden. Das Wachstum eventuell verbleibender Tumorzellen kann so eingeschränkt werden.
Gleiches gilt für die sogenannten HER2-Rezeptoren, die das Wachstum einer Krebszelle vorantreiben.
Auch hier wurden inzwischen Medikamente entwickelt, die mit speziellen Eiweißmolekülen (Antikörpern) den Wachstumsreiz blockieren.
! Damit bei der späteren Behandlung die richtigen Medikamente eingesetzt werden, muss der Pathologe den Krebstumor auf diese Hormonrezeptoren untersuchen.
Suche nach Tumormarkern
Neben der feingeweblichen Untersuchung helfen auch Untersuchungen im Labor zur besseren Diagnostik. Die Mediziner suchen im Blut nach so genannten Tumormarkern. Das sind Substanzen, die von Krebszellen oft vermehrt frei gesetzt und ins Blut abgegeben werden.
Die für Brustkrebs typischen Tumormarker heißen CEA und CA 15-3. Doch allein durch das Vorliegen der Tumormarker lässt sich noch kein Brustkrebs diagnostizieren, denn völlig gesunde Menschen haben manchmal auch Tumormarker im Blut.

Sinnvollerweise werden die Werte dieser Untersuchung eher im Verlauf der Behandlung und vor allem nach der Behandlung beobachtet, da sie dann einen Hinweis auf eine erfolgreiche Therapie geben können.

Suche nach Metastasen
Wenn der Tumor bösartig ist, muss geklärt werden, ob er sich bereits im Körper ausgebreitet hat. Wenn sich Metastasen gebildet haben, beeinflusst das den weiteren Behandlungsverlauf entscheidend.

Je nach Körperteil und –stelle, die untersucht werden soll, gibt es verschiedene Methoden:

Beispielsweise eignet sich ein Röntgenbild für eine Lungenuntersuchung.

Im Knochengerüst verschafft eine Skelettszintigraphie Klarheit. Sie dient der Darstellung erhöhter Stoffwechselvorgänge, wie sie bei Entzündungen oder Tumoren im Knochenbereich auftreten. Für die Untersuchung wird der Patientin eine kleine Menge schwach radioaktiver Substanz gespritzt. Mit einem speziellen Gerät kann der Arzt die Verteilung der Substanz beobachten. Dabei werden von den untersuchten Organen Bilder erstellt, die z.B. als schwarz-weiss-Bilder auf Röntgenfilmen dargestellt werden können.

Fallen bestimmte Bezirke bei dieser Untersuchung auf, ist das Anlass für weitere Untersuchungen.

Diese Untersuchung ist völlig ungefährlich, die Substanz wird nach der Untersuchung vom Körper abgebaut und ausgeschieden.


Die Leber wird mit Hilfe von Ultraschall untersucht.

Bei unklarem Befund können auch Schichtaufnahmen verschiedener Körperbereiche mit Hilfe der Computertomographie oder Kernspintomographie erfolgen.

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